In allen grossen antiken Kulturen der Erde gab es Orakel und mystische Zukunftsvorhersagungen in einer Art Lesung, die in den meisten Fällen den Befragten zufrieden stellte, bzw. später bewies das die Prognosen eintrafen. Ob nun das Orakel von Delphi oder von der Wüste Shiwa bis hin zu den Orakelgottheiten des Buddhismus wie Pekar oder Dorje Shugden oder eben die Nadi Leser Indiens, alle mussten einen Kodex der höheren Verbindung tragen und diesen jeden Tag erneuern.  Doch mit der Zeit passierte wohl das wovor jeder Praktizierende gewarnt wird, die Gier nach Ansehen und Gold, und dieses verdirbt nicht nur den Geist des Lesers des Orakels sondern eben auch seine Prognosen. Und mit den Orakellesern verschwand deren Einfluss aus der rationalen Gesellschaft von Nihilisten und Nichtgläubigen, da jedes Phänomen mit naturwissenschaftlichen Erklärungen gelöst werden konnte, bzw. hofft man dies bis in die heutige Zeit.

Sollte man das Glück besitzen einen solch sehr seltenen Palmblatt Nadi Leser zu begegnen, kann dies als sehr besonders angesehen werden. Mantra Nadis sind fast ausgestorben, und ihre Kunst komplett in Vergessenheit geraten. Mantra Nadi Astrologie wird von sehr erfahrenen Mantra Yogis in einem System angewandt, die sie aus ihrer Familientradition aus heraus gelernt haben. Sie besitzen meistens nur sehr wenige Palmblatt Manuskripte, welche täglich in einem Puja Ritual verehrt werden. Diese Manuskripte werden speziell als heilig angesehen, und wechseln nur innerhalb der Familie ihren Besitzer. Aber dieses eine Manuskript hat es in sich. Die Lesung wird mit vedischen Mantras begonnen, bevor der Nadi Leser das Manuskript öffnet. Da die Blätter leer sind, zeigt er dir als Beweis die leeren Blätter und dann schliesst er seine Augen und rezitiert weiter kryptische Mantras, die selbst ein Mantra Experte nicht kennt. Ohne weitere Infos zu erfragen, rezitiert er einige Minuten wichtige Mantras, und dann manifestieren sich Schrift und Schicksal über die befragte Person auf dem leeren Palmblatt. Nachdem die Lesung abgeschlossen ist, schliesst der Leser erneut seine Augen, murmelt einige Mantras und die Schrift auf dem Manuskript verschwindet.

Er fordert keine Unsummen da er weiss, würde er dies tun, liesse er es zu, das Gier und Habsucht seine Fähigkeit, diese besondere Art des Orakels zu lesen damit zerstören würde.