Im Jahre 2007 fasste ich endlich den Entschluss eines sehr langen gewünschten Reiseziels zu verwirklichen.  Ich wollte den heiligen See, Damodar Kunda, an der Grenze zu Tibet im Himalaya Gebirge erkunden. Da ich das nicht alleine machen wollte, kam ein langjähriger Freund aus der Schweiz, Claudio Pavan, dazu. Wir hatten Schwierigkeiten eine autorisierte Trekking Firma in Kathmandu, Nepal, zu finden, die gleichzeitig die Kenntnisse und Erfahrungen in dieser Region hat und für uns diese Tour durchplanen konnte. Denn diese Gegend wird nur sehr selten bereist, entweder  von Forscher- und Archäologenteams oder von wenigen Pilgern aus dem Buddhismus/ Hinduismus. Hinzukommt die klimatische und regionale Bedingungen die diese Tour fast unmöglich machen, denn der Damodar Kunda liegt auf einer Höhe von 4900 Meter ü.M. mit zwei steilen Pässen von über 5500 meter ü.M. und einer Distanz von über 300 km von der nächsten großen Stadt, Pokhara entfernt. Nur eine kurze Zeit im Hochsommer macht die Reise möglich. Den Rest der Jahreszeit liegt die komplette Region unter Schnee und Eis bedeckt. Auch liegt der Damodar Kunda direkt an der Grenze zu Tibet bzw. dem heutigen China, und die Chinesen wollen genaue Kenntnisse darüber besitzen wer und wo sich Ausländer an ihrer Grenze aufhalten, deswegen mussten wir diese Tour auch registrieren lassen, bei der nepalesischen Aufsichtsbehörde.

Natürlich abgesehen von den ganzen Formalitäten die solch eine Trekking tour beinhaltet, auch die eigene physische und geistige Stärke sollte jeder Reisende für sich prüfen, die schwere des eigenen Gepäcks und die Ausrüstung die zulässig und tragbar die Reise nicht unnötig erschweren.

Wir beschlossen im Mitte Mai die Reise anzutreten da wir die komplette Tour zu Fuss gehen wollten. Das wichtigste dabei sind die Schuhe, und ich konnte nicht feststellen, was genau für ein Schuhwerk es sein sollte, also entschloss ich mich für feste Trekking Schuhe. Mein Freund dagegen war entschlossen seine Entsagung dem modernen Schuhwerk zu erklären, um die Reise genau so zu erleben wie es Pilger vor 1000 Jahren taten. Sandalen also…

Das Resultat von 19 Tagen Wanderung und über 6 bis 11 Stunden laufen, lässt dieses Bild Bände sprechen…

Es ist natürlich besser jeder wandert mit festen Schuhwerk durch den Himalaya, aber wie gesagt es geht auch als Yogi, barfuß oder mit leichten Sandalen. Nur ist die Verletzung und Unstabilität um einiges grösser und gefährlicher…

Die Visaformalitäten und Einreisebestimmungen nach Nepal ist einfach und werden am Flughafen erledigt. Kathmandu als Hauptstadt Nepals und mit über 4 Millionen Einwohnern liegt selber schon auf einer Höhe von ca. 1400 Meter ü.M. und jeder der hierher zuerst kommt, spürt sofort die Gewaltigkeit des Himalaya und erlebt das wuselige, asiatische Stadtleben noch als angenehm und bunt.

Große Tempelanlagen am Rande der Stadt, wie Bouddhanatha und Pasupathinath, und die Paläste verschiedener Königsdynastien im Durbar Square sind einmalig und ein besonderes Erlebnis auf unserer Reise.